Autorenlesung mit E.M. Magnis

Esther Maria Magnis - Gott braucht dich nicht

Eine Bekehrung

«Ich hatte genug Freunde. Ich brauchte als 14-Jährige nicht noch einen Unsichtbaren und schon gar keinen orientalischen Pazifisten mit Schlappen und Vollbart, der sich für mich, wie ich dachte, eh nicht sonderlich interessiert hätte, weil ich weder Nutte noch Zöllner war, außerdem hatten wir einen Mercedes, der nicht durchs Nadelöhr gepasst hätte. So niedrigschwellig Jesus auch angeboten wurde, so wenig konnten meine Freunde und ich etwas mit ihm anfangen. Man konnte ihn neben Gandhi abhaken unter der Kategorie ‹Der Typ war o. k.›.»

Esther Maria Magnis’ mit großer Sprachkraft vorgetragene Religionskritik ist nur der Beginn ihres sehr ungewöhnlichen Weges zum Glauben und zu Gott. Dieser Weg ist begleitet von persönlichen Schicksalsschlägen, die sie eindringlich schildert. «Vielleicht ist Gott ein Sadist», schreibt sie, «ein großes Kind, das schlecht erzogen wurde und sich nicht kümmert. Wenn Gott, wie die Christen behaupten, Liebe ist, dann verstehe ich diese Liebe nicht. Dann ist sie irrer und strenger als meine.»

Trotz allem wagt sie zu glauben, doch das Hinterfragen hört nie auf. Dabei rechnet sie schonungslos ab mit den kirchlichen Phrasen, mit dem inkonsequenten Philosophieren der Elterngeneration, aber auch mit dem unaufgeklärt blinden Glauben an die Wissenschaft. Ob Christ oder Atheist – Gott braucht dich nicht ist ein Buch für jeden, der es sich nicht nehmen lassen will, daran zu glauben, dass es Wahrheit gibt und Schönheit und wirklich befriedigende Antworten auf die ganz großen Fragen unseres Lebens. Esther Maria Magnis, Jahrgang 1980, katholisch, hat Vergleichende Religionswissenschaften und Geschichte studiert. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Die Autorin

Esther Maria Magnis

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